Heureka

Auf der Suche nach dem Heureka

Posted on 6. Mai 2015

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Eine Studie des Portals Für Gründer belegt eine spannende Entwicklung: allein im Jahr 2014 gab es mit über 120 Businessplan- und Startup-Wettbewerbe in Deutschland mehr als doppelt so viele wie noch im Vorjahr (und mit unserem Newsletter verpasst du auch in diesem Jahr keinen).

Auch in vielen anderen Bereichen haben Ideenwettbewerbe Hochkonjunktur. Ob Wettbewerbe für Studierende, die breite Öffentlichkeit, oder spezielle Zielgruppen wie Gründer: kreative Herausforderungen sind aus der Innovationslandschaft der Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen, Ministerien und Kommunen nicht mehr wegzudenken.

Dabei „funktionieren“ Ideenwettbewerbe nach ein paar gängigen Prinzipien:

  • mal wird nach Bestleistungen gesucht (etwa beim Intel Innovationswettbewerb ISEF), und die Sieger der Wettbewerbe können Vorbild und Ansporn für ihre Generation sein
  • es sollen möglichst viele neue Ideen eingeholt werden, um z.B. innovative Geschäftsfelder zu erschließen oder zu erkunden, aber auch um relevante Szenarien aus der Zielgruppe der Teilnehmer abzuleiten
  • manche Ideenwettbewerbe sind dafür gedacht, Communities von Problemlösern und Ideengebern auf- und auszubauen, damit der Veranstalter eine Open Innovation Strategie umsetzen kann (um somit regelmäßig externe Ideengeber in den Innovationsprozess einzubinden)
  • Jugend forscht ist ein gutes Beispiel für die Absicht, durch die Teilnahme an Ideenwettbewerben eine bestimmte Zielgruppe zu aktivieren oder zu inspirieren
  • auch das Finden passgenauer Lösungen kann Grund für einen Wettbewerb sein – oft kommen besonders kreative Einfälle nämlich nicht von den eigenen Mitarbeitern (Stichwort: Betriebsblindheit und Silo-Denken)
  • letztlich spielt auch das Netzwerken und die Talentsuche für viele Unternehmen eine große Rolle: wer sich etwa über den Fallstudienwettbewerb einer Unternehmensberatung oder in einer Projektpräsentation wie bei BearingPoint als kreativer Problemlöser erweist (und vielleicht sogar Teilnehmer der Elite-Unis schlägt), kommt schnell in die Position, an einer Bewerbungsrunde teilzunehmen.

Innovations- und Ideenwettbewerbe, gerade solche die onlinebasiert durchgeführt werden, bieten durch ihre Social Media Funktionalitäten zudem auch zahlreiche Möglichkeiten für innovatives Marketing. Sie tragen dazu bei, die Bekanntheit einer Marke zu stärken, und helfen dem Unternehmen, von der Öffentlichkeit und potenziellen Kunden positiv wahrgenommen zu werden. Die freiwillige, lösungsorientierte Auseinandersetzung mit der Marke und den Herausforderungen eines Produkts im Rahmen eines Innovationswettbewerbs (zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Verpackungs- oder Produktdesigns) führt häufig zu einer intensiveren Bindung an das Unternehmen und einer Identifikation mit der Marke oder einer Branche.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Studienpreis „Profile2020“, der 2014 durchgeführt wurde. Die Teilnehmer standen vor der kreativen Herausforderung, sich die Zukunft des stationären Reifenhandels vorzustellen. Diese Branche (die für akademische Nachwuchskräfte eher als unsexy gilt) steht bereits aktuell vor der großen Herausforderung, sich gegen immer mehr und stärkere Wettbewerber, vor allem Online-Händler für KFZ-Zubehör (etwa KTI Brackenheim) zu behaupten.

Diese können die Vorteile der Online-Vertriebskanäle nutzen, und bieten mit ihren virtuell unbeschränkten Showräumen über die Zubehörshops günstig Autoteile online an. Und das mittlerweile nicht nur für KFZ: viele Shops verkaufen mittlerweile auch Ersatzteile für Motorräder und zahlreiche sonstige KFZ-Teile neben Reifen. Eine Palette und Preispolitik, die dem stationären Reifenhandel zu schaffen macht.

Über den Ideenwettbewerb konnten alleine über unsere Plattform mehr als 160.000 Studierende erreicht werden, von denen sich viele beim Studienpreis mit ihren Lösungsvorschlägen engagierten. Dabei war zu erkennen, dass sich Studierende aus ganz Deutschland für den Wettbewerb engagiert haben, quer durch alle Fachbereiche.

Auf absehbare Zeit herrscht eine große Nachfrage nach gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften. Gleichzeitig werden die Herausforderungen für Unternehmen, Kommunen und sonstige Organisationen aufgrund der Megatrends Globalisierung, Ressourcenknappheit und Nachhaltigkeit weiter zunehmen. Alles gute Gründe, warum es sich lohnt, auch weiter mit Innovations- und Nachhaltigkeitswettbewerben nach Lösungen und Problemlösern zu suchen – für alle Beteiligte.

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Bildmaterial: Death To Stock