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LIGA-Preis: Paul Ricœur-Essaywettbewerb „Vergessen als Bedrohung?“

Posted on 24. Dezember 2012

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Profil des Ideenwettbewerbs

Ende Februar 2013 jährt sich der Geburtstag des berühmten französischen Philosphen Paul Ricœur zum 100. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet die Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt einen Essaywettbewerb unter dem Titel „Vergessen als Bedrohung?“.

Worum geht’s?

Paul Ricœur (1913-2005) zählt zu den bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er war Professor der Universität Paris-X (Nanterre) und der Universität von Chicago, lehrte außerdem in Strasbourg und Paris Sorbonne. Für seine Schriften zur Hermeneutik und symbolischen Formen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Hegel Preis, den Grand Prix de l’Académie française, den Balzan Preis sowie den Kyoto Preis.

In seinem maßgeblichen Werk „La memoire, l’histoire, l’oublie“ (deutsche Übersetzung: „Gedächtnis, Geschichte, Vergessen“ bei Amazon) bezeichnete er das Vergessen als „beunruhigende Bedrohung, die sich im Hintergrund der Phänomenologie des Gedächtnisses und der Epistemologie der Geschichte abzeichnet“. Die wissenschaftlichen Essays sollen auf dieses Konzept von Ricœur Bezug nehmen.

Die Texte dürfen eine Länge von 30.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, also etwa 10 DIN A4-Seiten) nicht überschreiten und sind in deutscher Sprache zu verfassen. Die Einsendungen werden von einer interdisziplinär zusammengesetzten Jury anonym begutachtet.

Dem wissenschaftlichen Essay muss eine kurze Zusammenfassung beigefügt sein (max. 1.200 Zeichen). Die Preisschrift darf nur als Ausdruck und mit der Datei auf CD oder Datenstick per Post eingereicht werden ­– nicht per E-Mail. Angaben zum Verfasser/zur Verfasserin müssen separat auf einem Blatt beigelegt sein; der Essay darf keinen Hinweis auf den Verfasser/die Verfasserin enthalten!

Die Einreichung besteht damit aus:

  • Essay (mit kurzer Zusammenfassung) als Ausdruck; ungeheftet und ungebunden – ohne Angaben über die Verfasserin/den Verfasser
  • Essay (mit kurzer Zusammenfassung) als Datei auf CD oder Datenstick
  • Beiblatt mit Angaben zum Verfasser/zur Verfasserin
  • unterzeichnete Erklärung, dass der Verfasser/die Verfasserin den Text selbst verfasst hat und dass der Essay unveröffentlicht ist.

Bitte teilt in eurem Anschreiben auch mit, wie ihr auf diesen Wettbewerb aufmerksam geworden seid – darum bittet explizit der Veranstalter).

Wer kann teilnehmen?

Die Ausschreibung richtet sich an Denkende jeden Alters und aller Disziplinen. Im Sinne Ricœurs ist es wünschenswert, dass die Texte in der „Überkreuzung der Diskurse“ auch Nachbardisziplinen in den Blick nehmen.

Was gibt es zu gewinnen?

Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro, es wird von der LIGA-Bank-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Wann ist die Deadline?

Einsendeschluss ist der 27. Februar 2013, der 100. Geburtstag Paul Ricœurs.

Teilnehmer erhalten eine Eingangsbestätigung und nach dem Auswahlverfahren eine Nachricht. Die Unterlagen werden nicht zurückgeschickt.

Ansprechpartner und Kontakt

Die Essays können direkt beim Veranstalter eingereicht werden:

Prof. Dr. Richard Schenk OP
Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
LIGA-Preis
Ostenstraße 26
85072 Eichstätt

Fragen zur Ausschreibung beantworten die Veranstalter unter ligapreis@ku.de

Weiterführende Links

Webseite des LIGA-Essaywettbewerbs

Bildquelle

KU Eichstätt, „Karte LIGA-Preis“